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2011

Von wegen in Plettenberg ist nichts los

Von wegen in Plettenberg ist nichts los

"Wir sind Kultur" lockt nicht nur die "üblichen Verdächtigen" in die Plettenberger Innenstadt

"In Plettenberg ist nichts los". Immer wieder muss sich Martina Reinhold, stellvertretende Bürgermeisterin, diesen Satz anhören. Am Freitag bewies der Kulturkreis Plettenberg das genaue Gegenteil und lockte viele Plettenberger in die Innenstadt.

PLETTENBERG ■ Einen "guten Draht nach oben" müssen die Mitglieder des Kulturkreises haben. Während es am Freitagmorgen noch nasskalt war, lockerte es bis zu der Veranstaltung an und in der Christuskirche immer weiter auf. Zu Beginn freuten sich die Besucher über einen warmen und sonnigen Sommerabend.

Zu den Gästen gehörten während der musikalischen Eröffnung durch das Saxophon- und Blockflötenensemble der Musikschule Lennetal ersteinmal nur die "üblichen Verdächtigen". Doch immer wieder wurde auch "Laufkundschaft" auf die Veranstaltung rund um die Christuskirche aufmerksam.

Neben einigen einbestellten Künstlern, wie Tobias Klug oder dem Geschichtenerzähler Klaus Adams, zeigten vor allem die Mitglieder des Kulturkreises, welch kulturelle Vielfalt in Plettenberg geboten wird.

Während noch einige Besucher rund um die Kirche saßen und sich unter anderem den selbst gemachten Flammkuchen schmecken ließen, stand in der Christuskirche einer der Höhepunkte des Abends an. Mit den Four Valleys sicherten sich die Veranstalter einen Publikumsmagneten.

In der voll besetzten Christuskirche sorgten die stimmgewaltigen Sänger für Gänsehautmomente. Mit verschiedenen Gospelsongs wie "Ride the Chariot", aber auch mit geistlichen Liedern wie "Höre mein Rufen" stellten die Bremcker Männer ihr Können unter Beweis. Doch nicht nur geistliche Musik ist in ihrem Gesangsfundus zu finden. Auch moderne englische Pop-Songs brachten sie zu Gehör.

Die Zuhörer zeigten sich so begeistert, dass sie die Sänger gar nicht mehr gehen lassen wollten. Fast eine Viertelstunde länger als geplant gaben die Four Valleys Stücke aus ihrem Repertoire zum Besten und brachten so den Zeitplan ins Wanken. Doch Gerhard Strub und die Bläsergruppe des CVJM nahmen ihnen das nicht übel und zogen das Publikum direkt nach dem Verlassen der Kirche in ihren Bann.

Ganz ungezwungen konnten die Besucher neben weiteren Theaterstücken auch eine Ausstellung zur Plettenberger Architektur oder die Werke der Künstlerin Johanna Winkelgrund und der Stipendiatin Slava Seidel betrachten.

Übrigens: Schon zur Begrüßung hatte Martina Reinhold ausgerechnet, dass der Kulturkreis für 1,5 Veranstaltungen in der Woche verantwortlich ist. Spätestens seit Freitag sollte man nun aber wissen, was in der Vier-Täler-Stadt los ist. ■ ag/nm

Süderländer Tageblatt, 18.07.2011

Eintrag vom: 15.07.2011